Das Erasmus+-Projekt .creatures (‚Climate Creatures‘) ist ein transnationales Bildungs- und Transformationsprojekt von Waldritter e.V. und play:vienna. Es beschäftigt sich mit Fragen sozial-ökologischer Transformation in urbanen Räumen und nutzt spielerische, partizipative Methoden, um Menschen – insbesondere Jugendliche – für ökologische Zusammenhänge, Klimawandel und gesellschaftlichen Wandel zu sensibilisieren. Weitere Informationen sind auf der Projektseite verfügbar: https://climate-creatures.com/.
Zentrales Element des Projekts ist die Idee der „Creatures“ – fiktive, aber symbolisch aufgeladene Wesen, die als narrative Spiegel realer ökologischer Konflikte fungieren. Die Creatures tauchen als Spuren, Hinweise oder Erscheinungen im urbanen Raum auf und regen Teilnehmende dazu an, ökologische Fragen, Veränderungsprozesse und das eigene Verhältnis zur Umwelt zu reflektieren. Diese Wesen sind keine realen Figuren, sondern didaktische Konstrukte, die klimarelevante Themen in erzählerischer Form zugänglich machen.
Das Projekt bietet eine modulare Sammlung an Werkzeugen und pädagogischen Formaten, darunter Spurensuchen, Forschungsaufträge, Perspektivwechsel-Module, Interviews, Kreaturenentwicklung und zahlreiche Reflexionsmethoden. Alle Module sind so angelegt, dass sie niedrigschwellig in urbanen Räumen eingesetzt werden können: Gehwege, Plätze, Parks, Zwischenräume der Stadt werden zu Lernräumen, die alltägliche Wahrnehmung verschieben und ökologische Sensibilität fördern.
Diese Aktivitäten unterstützen die Teilnehmenden dabei, eigene ökologische Narrative zu entwickeln, das Verhältnis zwischen Mensch, Stadt und Umwelt neu zu betrachten und Veränderungsprozesse in der eigenen Lebenswelt zu erkennen. Damit leistet .creatures einen Beitrag zur urbanen Transformation: Es schafft Erfahrungsräume, in denen ökologische Krisen nicht abstrakt diskutiert, sondern konkret erfahrbar und neu interpretierbar werden.
Didaktisch verbindet das Projekt ökologische Bildung, Game Design, Storytelling und soziale Innovation. Die Methoden setzen auf Kooperation, Perspektivwechsel und kreative Auseinandersetzung statt auf Belehrung. Durch offene Lizenzierung, modulare Materialien und transnationale Zusammenarbeit werden Akteur*innen im Bildungs- und Jugendarbeitskontext befähigt, eigene Formate zu entwickeln und lokal umzusetzen.
Im weiteren Kontext von Imagine Utopia knüpft das Projekt an Fragen der Zukunftsgestaltung, kollektiven Imagination und systemischen Transformation an: Wie können Menschen neue Formen des Zusammenlebens denken? Wie werden ökologische Krisen in narrative Strukturen übersetzt? Und wie unterstützen spielerische Methoden Prozesse gesellschaftlicher Veränderung? .creatures liefert hierfür ein relevantes Set erprobter Werkzeuge und Lernformaten.